Auszug aus "Himmel und Erde" (Gabrielle Henriet)

traumzeit

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Auszug aus dem Buch "Himmel und Erde" (Heaven and Earth) von Gabrielle Henriet, übersetzt ins Deutsche:

Es besteht kein Zweifel, dass die allgemeine Reaktion eine des Unglaubens ist; aber andererseits kann man in Betracht ziehen, dass es nicht ohne Grund ist, dass die Alten an die Existenz des materiellen Himmelsgewölbes geglaubt haben; und auch nicht ohne Grund, dass diese Vorstellung seit den frühesten Zeiten bis zum siebzehnten Jahrhundert in allen Teilen der Welt konsequent überliefert worden ist. (...)​
Es kann an dieser Stelle, im Vorgriff auf das nächste Kapitel, das sich mit diesem speziellen Thema befasst, festgestellt werden, dass die Planeten keine festen, undurchsichtigen Materiemassen sind, wie man glaubt. Sie sind einfach immateriell, leuchtende und transparente Scheiben; und in Anbetracht dieser Umstände ist es klar, dass die Krater, Unebenheiten, Berge und Täler, die angeblich auf der Oberfläche dieser imaginären Massen existieren, nur die topographischen Merkmale des festen Gewölbes des Himmels sind, (...)​
Die Erde schwebt nicht frei im Raum, sondern sie ruht auf dem Boden eines Hohlraumes, dessen Wände sie von allen Seiten umgeben. (...)​
Es gibt definitiv keinen festen Körper zwischen der Erde und der Himmelskuppel, da die Sternbilder, wie die Planeten, nichts anderes als Leuchterscheinungen sind. Die Meteoriten sind offensichtlich Bruchstücke, die sich aus dem Gewölbe lösen und die Erde erreichen. Diese Bruchstücke erweisen sich bei der Analyse als hochprozentig metallhaltig, woraus man schließen kann, dass die dem Himmel innewohnende Leuchtkraft auf das Vorhandensein von Metallen in seiner Zusammensetzung zurückzuführen ist. (...)​
Ptolemäus spricht in seinem System der Beschaffenheit des Universums von der Existenz eines kristallinen Himmels, d.h. eines Himmels in der Natur einer transparenten mineralischen Substanz. Man kann in diesem Zusammenhang denken, dass es nicht unmöglich ist, dass durch die Hitze, die durch den Durchgang der Sonnenscheibe entsteht, eine Verschmelzung und Verglasung der im Gewölbe enthaltenen siliziumhaltigen Materialien stattfindet, so dass es an bestimmten Stellen mit einer Glasschicht überzogen wird. (...)​
Kometen sind spontane Leuchterscheinungen, die durch elektrische Reaktionen im Himmelsgewölbe entstehen, (...)​
Meteore sind ebenfalls Leuchterscheinungen, die durch elektrische Reaktionen im Himmelsgewölbe entstehen. Es wurde beobachtet, dass sie häufig von Detonationen und von einem donnerähnlichen Geräusch begleitet werden, das also durch die Spaltung der Kuppel verursacht wird, so dass kein Zweifel an ihrem wirklichen Ursprung bestehen kann. Es wurde berechnet, dass die Höhe der Meteore niemals 90 Kilometer übersteigt, und diese Zahl bestätigt die weiter unten gegebene Schätzung der wahrscheinlichen Entfernung des Himmelsgewölbes von der Erdoberfläche. (...) (Anmerkung: Bei ungefähr 90km endet nach heutiger Auffassung die Erdatmosphäre, danach beginnt offiziell der Weltraum)
Im 11. Jahrhundert haben die Araber durch Messung der Dauer der Dämmerung - vorausgesetzt, dass ihre Methode annehmbar ist - festgestellt, dass diese Höhe des Himmelszeltes 92 Kilometer beträgt; und heutzutage ist durch dieselbe Methode eine Zahl von 64 Kilometern erhalten worden. Ein ähnlicher Hinweis kommt aus Ceylon, wo die Einwohner behaupten, dass die Kuppel dort besonders niedrig ist, da sie nur 40 Meilen hoch ist, d.h. 60 Kilometer von der Erde entfernt; und es folgt daraus nicht unbedingt, ob diese Aussage nur auf Überzeugung beruht oder auch nicht, dass sie unwahr ist. Diese Zahl ist auch im Einklang mit dem Eindruck des Autors, der die Kuppel des Himmels während eines ausreichend langen Zeitraums gesehen und beobachtet hat, um seine wahrscheinliche Entfernung zu beurteilen, so gut wie menschlich möglich; und die Schlussfolgerung ist, dass der Abstand, der die Oberfläche der Erde vom Himmel trennt, und die in einigen Orten variieren kann, nicht mehr als 80 bis 90 Kilometer beträgt.​
 

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