Schockgefrorene Mammuts und kosmische Katastrophen

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Die Umstände, die zum Aussterben der Wollmammuts geführt haben, zählen noch heute zu den faszinierendsten Rätseln überhaupt.

Wie konnten aufrecht stehende Mammuts mit Butterblumen zwischen den Mahlzähnen einfrieren? Sogar von fließendem Blut wird berichtet, nachdem eines der Tiere mit einem Eispickel bearbeitet wurde. Letzteres geschah 2013 in Sibirien auf den Ljachow-Inseln, als Wissenschaftler ein weibliches Mammut in einem hervorragendem Zustand entdeckten.

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Gefrorenes Wollmammut-Baby, gefunden im Mai 2013, Sibirien, Schätzungen gehen davon aus, dass noch 150 Millionen Mammuts unter dem Permafrost begraben liegen;

Aber das ist nicht alles:

"Das Fleischgewebe vieler Tiere, die in der Jauche gefunden wurden muss sehr schnell tiefgekühlt worden sein, da ihre Zellen nicht geplatzt [sind]. Gefriergut-Experten haben [uns] erklärt: damit dies geschehen kann, ausgehend von einem gesunden lebenden Exemplar, müsste man die umgebende Temperatur der Luft auf einen Punkt deutlich unter 150 Grad Fahrenheit [100 °C] sinken lassen." ~ Ivan T. Sanderson, 'Riddle of the Frozen Giants', Saturday Evening Post, 16. Januar 1960, S. 82.

Pierre Lescaudron schreibt dazu:

"Nach Angaben der Experten müssten die Wollmammuts, die eine dicke Schicht von Fett und Haaren aufwiesen, extrem niedrigen Temperaturen ausgesetzt worden sein, damit dieses plötzliche Einfrieren innerhalb ihrer warmen Körper (96,6 °F (35,8 °C) bei Elefanten)), stattfinden konnte. Diese Temperatur muss laut Experten -175 °F (-115°C) betragen.
Wenn wir annehmen, dass die Temperaturen in Sibirien, wo zu dieser Zeit ein gemäßigtes Klima herrschte, ungefähr bei 60°F (15°C) lagen, bedeutet das, dass die Temperatur von +60 °F auf -175 °F gefallen ist, was einen Temperaturabfall von 235 °F (130 °C) binnen weniger Stunden darstellen würde.
Momentan beträgt die tiefste jemals gemessene Temperatur -89 °C (-128 °F) und wurde an der Vostok Station in der Antarktis gemessen. Zusätzlich befindet sich Vostok nahe am antarktischen Zentrum (Südpol): ein Ort, der 6 Monate lange Winternächte erlebt sowie dementsprechende Minustemperaturen. Im Gegensatz zu den Klimabedingungen, in denen die Mammuts lebten, ist diese Region keine gemäßigte Klimazone."

Und noch etwas muss bei diesem Schockgefrierungsprozess berücksichtigt werden:
"Bei normaler Körpertemperatur zersetzten Enzyme und die Magensäure pflanzliches Material innerhalb einer Stunde. - Was hat diesen Prozess beeinträchtigt? Die einzige plausible Erklärung [dafür] lautet: der Magen muss sich innerhalb von 10 oder weniger Stunden auf ungefähr 40 °F [4,4 °C] abkühlen. Da der Magen jedoch in einem warmen Körper geschützt ist (bei Elefanten 96.6 °F [35,8 °C]), wie kalt muss dann die Außenlufttemperatur werden, damit die Temperatur des Magens auf 40 °F fallen kann? Experimente haben gezeigt, dass die äußeren Schichten der Haut [dafür] ganz plötzlich auf mindestens -175 °F [-115 °C] absinken müssten!" ~ Mark A. Krzos, Frozen Mammoths

Dazu kommt, dass Wollmammuts gar nicht an antarktische Lebensbedingungen angepasst waren. Zum Beispiel besaßen sie keine Talgdrüsen, die die Haut und das nicht sonderlich dichte Fell vor Feuchtigkeit und Wärmeverlust hätten schützen können.

"Es scheint mir unmöglich zu sein, anhand der anatomischen Untersuchung der Haut und [der Haare der Mammuts] irgendein Argument für eine Kälte-Adaption zu finden." ~ H. Neuville, On the Extinction of the Mammoth, Annual Report of the Smithsonian Institution, 1919, S. 332.

Und da Überreste der Mammuts überall in Nordeuropa, Nordasien und Nordamerika gefunden wurden, zusammen mit z. B. Tigern, Löwen, Antilopen, Kamelen, Rentieren, Riesenbibern, Auerochsen, Moschus-Schafen, Eseln, Dachsen, Wollnashörnern, Riesen-Bisons (Bos latifrons), Höhlenhyänen, Bären und vielen Vogelarten, müssen wir davon ausgehen, dass auch im damaligen Sibiren ein gemäßigtes Klima herrschte.

Das macht den extremen Temperaturabfall, dem diese Tiere ausgesetzt gewesen waren, allerdings noch rätselhafter.

Pierre Lescaudron merkt dazu an:
"Am 11.11.1911 verursachte ein außergewöhnliches Gewitter über dem mittleren Westen der USA einen Temperaturabfall von 69 °F (von 80 auf 11) [37,6 °C (von 26,6 °C auf -11°C)] binnen 14 Stunden. Das ist der steilste Temperaturabfall der dokumentierten Geschichte. Trotzdem verblasst dieser Temperaturabfall regelrecht, wenn man ihn mit dem vergleicht, den die Mammuts erlebt haben, sowohl im Ausmaß als auch in der Größenordnung der Temperaturen.
Momentan beträgt die tiefste jemals gemessene Temperatur -89 °C (-128 °F) und wurde an der Vostok Station in der Antarktis gemessen. Zusätzlich befindet sich Vostok nahe am antarktischen Zentrum (Südpol): ein Ort, der 6 Monate lange Winternächte erlebt sowie dementsprechende Minustemperaturen. Im Gegensatz zu den Klimabedingungen, in denen die Mammuts lebten, ist diese Region keine gemäßigte Klimazone."

aber:

"Während man Temperaturen von -100 °C nie und -60 °C praktisch gar nicht auf der Erdoberfläche finden kann und schon gar nicht in gemäßigten Klimazonen, ist diese Temperatur nur wenige Kilometer über unseren Köpfen ziemlich häufig anzutreffen. In einer Höhe von 7 Meilen (ca. 11,2 km) variieren die Durchschnittstemperaturen zwischen -50 °C und -80 °C. Diese Höhe von 7 Meilen ist die Region, in der sich das obere Ende der Troposphäre und das untere Ende der Stratosphäre treffen. Diesen Grenzbereich nennt man die "Tropopause". (...)

Das Problem hierbei besteht jedoch darin, dass diese Tropopause eine fast unüberwindbare Grenz-Barriere ist. Nur eine sehr geringe Anzahl von dokumentierten Ereignissen kann die Tropopause überwinden: superderechos (Super-Stürme), riesige Rauchwolken, die von gewaltigen Waldbränden ausgelöst werden (pyrocumulo nimbus) und gewaltige Vulkanausbrüche.

Jedoch treten diese Ereignisse nur lokal auf und können somit nicht das Schockgefrieren der gesamten sibirischen Region sowie von Teilen Alaskas und des Yukon erklären. Was könnte also die eiskalte Luft der oberen Atmosphäre auf große Teile der Erdoberfläche transportiert haben?"

Wissenschaftler gehen ja davon aus, dass in der jüngeren Dryaszeit ein gewaltiges Massensterben stattgefunden haben soll: 35 Säugetierarten (Mastodons, Riesenbiber, Säbelzahntiger, Riesenfaultiere, Wollnashörner, etc.) sollen zusammen mit 19 Vogel-Gattungen binnen eines sehr kurzen Zeitraums ausgestorben sein. Aufgrund von Eisbohrkernuntersuchungen gehen Wissenschaftler davon aus, dass damals auch ein dramatischer Temperaturabfall stattgefunden haben muss.

Die Epoche der Dryaszeit soll ca. 10.900 v. Chr. begonnen und ungefähr 1.000 Jahre gedauert haben. Auch, wenn es an der zeitlichen Einordnung viel zu kritisieren gibt, können uns die Untersuchungen an sich dennoch interessante Hinweise liefern.

So schreibt Pierre Lescaudron:

"Während ich das Themengebiet der eingefrorenen Mammuts erforschte, stieß ich auf eine unerwartete Anomalie. Die Jüngere Dryaszeit war eine 1.400 Jahre andauernde Periode globaler Abkühlung (siehe rote Kurve auf der rechten Seite), was zu einem Anstieg der Eismassen führte. Allerdings gab es im gleichen Zeitraum (13.000 - 11.500 Jahre vor heute) einen Meeresspiegelanstieg von ungefähr 20 Metern (von -70 auf -50 Meter, dargestellt in der dunkelblauen Kurve rechts).

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Meeresspiegel im Vergleich zu globalen Temperaturen (vor 20.000 Jahren bis heute)
Eine Abkühlung bedeutet normalerweise einen Anstieg der Eismassen, was zu einer Senkung des Meeresspiegels führt (das Meerwasser verwandelt sich zu Eis). Nichtsdestotrotz geschah während der Jüngeren Dryaszeit dass genaue Gegenteil.
Woher kamen diese enormen Mengen an zusätzlichem Wasser?"

Außerdem haben wir es noch mit einer weiteren Besonderheit zu tun. Firestone, fasst die die Ergebnisse jahrelanger Forschungsarbeiten in zahlreichen geologischen Ausgrabungsstätten (in Europa und Amerika) folgendermaßen zusammen:

"In den stratifizierten Bereichen bei jeder der 10 Ausgrabungsstätten [der Jüngeren Dryaszeit], von Kalifornien bis Belgien und von Manitoba bis Arizona, haben wir eine <5-cm dicke Sedimentschicht entdeckt, die auf 12,9 tausend Jahre [zurück] datiert werden kann und einen Großteil von 14 Markern aufweist, welche ausgeprägte stratigraphische Spitzen über Hintergrundkonzentrationen darstellen.
Unter diesen Markern finden wir Mikro-Kügelchen (bis zu 2144/kg), magnetische Körner (16g/kg), die mit Iridium angereichert sind (117 ppb, 6000 × ter-restrische Werte), visikuläre Kohlenstoff-Kügelchen (1458/kg), glasartigen Kohlenstoff (16g/kg), Nanodiamanten, Fulleren, welche extraterrestrische Konzentrationen von 3He aufweisen (84 × Luft), sowie Ruß und Kohle (2g/kg).
Mit Ausnahme kleinster Mengen an magnetischen Körnern und Kohle waren diese Marker im Sediment über oder unter der Einschlagsschicht nicht nachweisbar. Somit stellt dies eine stratigraphische Sequenz dar, die >55 k.y umfasst. Diese Entdeckung ist unvereinbar mit Pinters und Ishmans These eines "konstanten" Regens von Meteoritentrümmern und beweist, dass eine Schicht konzentrierter extraterrestrischer (ET) Marker vor ca. 12.900 Jahren abgelagert wurde."

Zu den einzelnen gefunden Bestandsteilen, die im Sediment nachweisbar waren, führt Pierre Lescaudron u.a. aus:
  • Kalium-40: Kalium-40 ist ein natürlich radioaktives Isotop mit einer Halbwertszeit von 1,3 Milliarden Jahren. Es stellt nur einen winzigen Anteil des gesamten Kalium-Vorkommens auf der Erde dar. Diese Menge an Kalium-40 ist im gesamten Sonnensystem sehr gleichmäßig verteilt, außer in Meteoriten, Kometen oder wenn eine Supernova involviert ist. Höchstkonzentrationen dieses Isotops wurden in der Clovis-Schicht entdeckt.
  • Helium-3: Ein typisches Marker für extraterrestrische Einschläge auf der Erde. Helium-3 ist auf der Erde selten, jedoch häufig in extraterrestrischem Material. Die Verbindung zwischen Asteroiden-Einschlägen und Helium-3 wurde von Becker et al bewiesen, die ein 25 Meilen breites Einschlagsgebiet lokalisierten, den Bedout Krater, der auf das Perm-Aussterben vor 250 Millionen Jahren zurückdatiert wird und hohe Konzentrationen von Helium-3 aufwies. Auf ähnliche Weise zeichnet sich die Grenze der Jüngeren Dryaszeit durch Höchstkonzentrationen von Helium-3 aus.
  • Thorium, Titan, Kobalt, Nickel, Uran und andere seltene Erdmetalle: Hohe Konzentrationen dieser Elemente wurden in der Jüngeren Dryas-Schicht, Clovis-Ausgrabungsstätten und mehreren Kratern entdeckt. Diese seltenen Erdmetalle kommen, wie der Name schon sagt, auf der Erde selten, jedoch sehr häufig in Meteoriten vor.
  • Kohlenstoff-Glas: In der Schichtebene 12.900 Jahre vor unserer Zeit findet man eine hohe Konzentration an schwarzem Glas, das viel Kohlenstoff enthält. Bei den Untersuchungen dieser Glasproben wurde festgestellt, dass dieses Glas zahlreiche Gasblasen aufweist. Dieser Umstand ist ein Hinweis auf außergewöhnlich hohe Temperaturen, gefolgt von einer sehr plötzlichen Abkühlung. Wenn Kohlenstoff rein ist, schmilzt er bei etwas über 3.500 °C (6.400 ° Fahrenheit). Nur außergewöhnliche Ereignisse können solche Temperaturen enstehen lassen. Das Kohlenstoff-Glas findet man nur in der Clovis-Schichtebene.
  • Iridium: Ein extrem seltenes Element in und auf der Erdkruste, das jedoch üblicherweise in Meteoriten und kometärem Material gefunden wird. Die geologische Schichtebene, in der die namhaften Kometen-Bombardements stattgefunden haben (beim Aussterben der Dinosaurier, das auf 65 Millionen Jahre vor heute datiert wurde und gemeinhin als Kreide-Paläogen (KP) Aussterben bekannt ist, genauso wie bei dem Trias-Jura-Aussterben, das ungefähr 200 Millionen Jahre vor unserer Zeit stattfand) zeichnen sich durch abnormal hohe Konzentrationen an Iridium aus.
  • Nanodiamanten: Millionen von mikroskopischen Diamanten wurden in den Clovis-Ausgrabungsstätten entdeckt. Damit Hexagonale Nanodiamanten entstehen können, muss ein Druck von 2 Millionen Psi (170.000 Bar) vorherrschen sowie Temperaturen zwischen 1.000 und 1.7000 °C gefolgt von einer Schnellabschreckung.
  • Kügelchen: Hohle magnetische und zugleich schwimmende Kugeln, die eine hohe Kohlenstoffkonzentration aufweisen, wurden in den meisten Clovis-Ausgrabungsstätten entdeckt. Diese Kohlenstoffart benötigt für die Entstehung einen sehr hohen Druck und sehr hohe Temperaturen. Diese Kugeln sind winzig, mit einem Durchmesser zwischen 10 und 50 Mikrometern, kommt jedoch sehr häufig in der Jüngeren Dryas-Grenzschicht vor. Dort wurden tausende Mikro-Kügelchen in jedem Kilogramm Erde entdeckt. (...)
Die zahlreichen Entdeckungen von Kometenmaterial und Einschlagsmaterial, sowohl in der Clovis-Schichtebene als auch in der K-P Schicht und in Kometen/Meteor-Kratern deutet stark darauf hin, dass vor 13.000 Jahren ein massives Kometen-Bombardment stattgefunden hat."

Schätzung legen nahe, dass alleine in Nordamerika bis zu 40.000.000 Tiere starben. Überreste dieses Massensterbens wurden überall in Nordrussland vom Ural bis zur Beringstraße entdeckt und sogar auf dem amerikanischen Kontinent (Alaska und Yukon).

Pierre Lescaudron:

Gerichtsmediziner, die viele Mammuts untersucht haben, entdeckten dieselben Merkmale in einer Menge dieser Leichname:
  • Knochenbrüche: das Berezovka Mammut wies zahlreiche gebrochene Knochen auf, darunter Rippenknochen, das Schulterblatt und das Becken.
  • Dreck: wurde in den Lungen und im Verdauungstrakt der eingefrorenen Mammuts entdeckt. Es ist darauf hinzuweisen, dass die einzige defnitiv ermittelte Todesursache Erstickung war. Mindestens drei Mammuts und zwei Nashörner erstickten. Keine andere Todesursache wurde für die restlichen Wollmammuts festgestellt. Vollosovitch kam zu dem Schluss, dass das zweite [von ihm untersuchte] begrabene Mammut, das eine Erektion aufwies und auf der Bolshoi Lyakhov-Insel gefunden wurde, erstickt war. Ein Mammut, dass man Dima getauft hat, wies ein Lungenödem auf, was den Schluss nahelegte, dass es durch Erstickung gestorben war, nachdem es eine große Kraftanstrengung kurz vor dem Erstickungstod unternommen hatte. Das Pallas-Nashorn wies ebenfalls Symptome von Erstickung auf.
  • Yedomas: sind Hügel (9 bis 80 Meter hoch), die aus einer Mischung aus Erde und dicken Eisadern bestehen. Yedomas sind in Sibirien weitverbreitet (Abbildung 1). Die Gesamtfläche, auf der diese Yedomas in Sibirien zu finden sind, beträgt ungefähr 1 Million km². Yedomas enthalten sehr viel Kohlenstoff und sind buchstäblich mit toten Bäumen und Tieren angefüllt. Zum Beispiel ist der sogenannte "Mammut-Friedhof" ein Yedoma, der die Leichname von mindestens 156 Mammuts enthält. Die Erde, woraus die Yedomas bestehen, nennt man "Löss", was eigentlich ein Lehm ist, der vom Wind transportiert wird (d.h. eine äolische Ablagerung).
  • Aufrechte Position: 112 Mammuts, einschließlich des Berevoska-Mammuts, wurden in einer aufrechten Körperhaltung entdeckt
 

DenkMal

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"Später werden wir eine beträchtliche Menge an Beweisen untersuchen, die darauf hindeuten, dass der arktische Ozean während der Eiszeit warm war. (...)"
"In der Karbon-Formation [Carboniferous formation] sehen wir wieder Pflanzenreste von echter Kohle in arktischen Gebieten. Lepidodendrons und Kalamiten, zusammen mit weit spreizenden Farnpflanzen, findet man in Spitzbergen sowie auf der Bäreninsel im äußersten Norden Ostsibiriens; wobei Meeresablagerungen desselben Alters eine Fülle an großen steinigen Korallen enthalten." (435:202) ~ C. Hapgood, The Path to the Poles, S. 159+216

Und vergessen wir nicht die alten Karten einer eisfreien Antarktis. In folgendem Artikel lesen wir:

Eine Sammlung antiker Landkarten wurde unter dem Namen "Karten der antiken Seekönige" im Jahr 1531 von dem französischen Geograph Oronce Fine veröffentlicht. (...)
Das wirklich erstaunliche Merkmal dieser antiken Karten ist die Tatsache, dass sie den antarktischen Kontinent komplett eisfrei und nicht vergletschert darstellen.

photo_2021-02-18_12-55-07.jpg

Nach mehreren Jahren der Erforschung wurde die Projektion dieser antiken Karten herausgearbeitet. Es wurde herausgefunden, [dass diese Karten] auf Basis einer hochentwickelten Kartenprojektion mithilfe der sphärischen Trigonometrie gezeichnet worden waren und dass sie so wissenschaftlich waren, dass über 50 Standorte auf ihnen mit einer Genauigkeit lokalisiert werden konnten, die durch die moderne kartographische Wissenschaft bis ins 19. Jahrhundert hinein nicht erreicht wurde. ~ C. Hapgood, The Path to the Poles, S. 258

Könnte es allerdings sein, dass gar nicht die Karten außerordentlich alt sind, wie oft behauptet wird, sondern die Katastrophe, die vor angeblich 13.000 Jahren stattgefunden und die Wollmammuts ausgelöscht haben soll, eher innerhalb der letzten tausend Jahre eingetreten ist?

Aber was war überhaupt geschehen?

Pierre Lescaudron zeichnet folgendes Bild:

Zusammengefasst lautet Firestones Bombardement-Szenario wie folgt: Ein gewaltiger Komet näherte sich der Erde an und fragmentierte in verschieden große Objekte. Fünf Kometen-Fragmente waren besonders groß und gelangten bis auf die Oberfläche des Planeten. (...)
Jedes Gebiet hat seine eigene spezifische Form und Variante der Katastrophe erlebt. Demzufolge wäre es zu langwierig und aufwendig, jede einzelne Kombination der Auswirkung auf jeden einzelnen Erdteil zu beschreiben. Immerhin ist das Hauptthema dieses Artikels die Wollmammuts und folglich konzentrieren uns auch nur darauf. Daher werden wir uns in dem nachfolgenden zeitlichen Verlauf auf die Ereignisse konzentrieren, die in Sibirien geschehen sind und die zum Aussterben der Mammuts geführt haben. (...)
Wie die gefundenen reifen Früchte von Seggen, Gräsern und anderen Pflanzen in den Mägen der Mammuts andeuten, beginnt das Ereignis mitten im Sommer vor ungefähr 12.900 Jahren, in einem gemäßigten und üppigen nordsibirischen Wald. (...)
Der Himmel war von tausenden feurigen Streifen kleiner Bruchstücke durchzogen, die in der Atmosphäre verglühten. Ein plötzlich auftretender Wind, ausgelößt durch den Sog der großen Kometen-Fragmente, begann Dreck und Erdmaterial vom Boden aufzuwirbeln und die umgebenden Bäume aufzurütteln.
Angetrieben durch die Luft-Depression, die durch den Sog der großen Fragmente entstanden war, begann der Wind sich zu verstärken und die Luft sich mit Staub zu füllen. Die Mammuts kämpften gegen den Wind an, während sie ihre Köpfe hoben und ihre Mäuler öffneten in dem Versuch, staubfreie Luft zu atmen.
Der Einschlag selbst ließ den nördlichen Horizont so hell erstrahlen, dass dieser länger andauernde Lichtblitz zur Erblindung führte. Die nach dem Einschlag aufwärts strömende Wolke katapultierte ein enormes Ausmaß erhitzter Atmosphäre in den Weltraum. Der Luftdruck fiel plötzlich dramatisch ab und ließ die atmosphärische Temperatur rapide nach unten fallen, und so waren die Mammuts für wenige Sekunden der eisigen Kälte des Weltraums ausgesetzt und die Schockgefrierung begann. Einige Mammuts starben zu diesem Zeitpunkt bereits an Erstickung.
Diese Einfrierung in einem Vakuum könnte vielleicht ein sehr eigenartiges Eis erklären, das "frei von Sauerstoff" ist und unter den eingefrorenen Körpern der Mammuts entdeckt wurde:
Weiter unten im Kliff wird das Eis solider und transparenter, und an manchen Stellen komplett weiß und brüchig. Wenn das Eis auch nur für kurze Zeit der Luft ausgesetzt ist, nimmt dieses Eis wieder eine gelb-braune Farbe an und sieht dann genauso aus wie das alte Eis.
Offensichtlich hat etwas in der Luft (wahrscheinlich Sauerstoff) mit etwas im Eis chemisch reagiert. Warum war Luft (hauptsächlich Sauerstoff und Stickstoff) nicht bereits schon im Eis aufgelöst? Genauso wie flüssiges Wasser Tafelsalz, Zucker und viele andere Feststoffe auflöst, löst es auch Gase auf, die mit ihm in Kontakt kommen. Beispielsweise ist gewissermaßen alles Wasser und Eis auf der Erde nahezu völlig mit Luft gesättigt. Wäre Luft in dem steinigen Eis von Herz bereits aufgelöst gewesen, bevor es plötzlich gelb-braun wurde, dann hätte die chemische Reaktion bereits stattgefunden. ~ Mark A. Krzos, Frozen Mammoths
(...) Während einige Mammuts in aufrechter Haltung am Boden eingefroren erhalten blieben, wurden andere weggeblasen und/oder mit fliegenden Trümmern (Bäumen, Felsbrocken) bombardiert. Dieser Umstand könnte die zahlreichen gebrochenen Knochen erklären, die bei der Autopsie dieser Tiere entdeckt wurden.
Einhergehend mit dieser eisigen Kältewelle wurde Sibirien durch beispiellose Regenfälle überflutet. Die zwei wesentlichen Zutaten für Niederschlag sind Abkühlung und Staub. Eine Abkühlung führt zur Kondensation (atmosphärischer Wasserdampf verwandelt sich zu flüssigem Wasser) und der atmosphärische Staub fungiert als Kondensationskeim, um den herum sich Tröpfchen bilden.
Das Ausmaß der Abkühlung und die hohe Masse an dreck-gesättigter atmosphärischer Luft führte zu sintflutartigen Regenfällen. In Sibirien, wo die Abkühlung am heftigsten war, könnte diese Sintflut mit Hagel und Schnee sogar noch schlimmer gewesen sein. (...)

Niederschläge transportieren Tonnen von atmosphärischem Staub auf die Erde und könnten durchaus die Ursache der Yedomas sein, die im Endeffekt eine Ansammlung von durch den Wind transportiertem Sediment und gefrorenem Wasser sind.
Diese Schicht von Sediment, welches vom Wind transportiert wird, muss viele Bereiche der nördlichen Hemisphäre bedeckt haben. Heutzutage findet man dieses Sediment jedoch nur noch in Teilen Sibiriens und Alaskas, weil diese Regionen von Permafrostböden bedeckt sind, welche die Yedomas mit dem in ihnen enthaltenen gefrorenen Wasser zusammenhielten und zugleich verhinderten, dass Wassererosion (Regen und Flüsse) diese Yedomas abgetrug und in die Meere spülte.
Es war ein wahrlich apokalyptisches Ereignis, das nur schwer vorstellbar ist. Am ehesten könnte man dieses Ereignis vielleicht mit einem gigantischen Hurrikan mit unglaublich heftigen eisigen Winden in Höchstgeschwindigkeit vergleichen, der über Monate hinweg wütet und der Berge an Hagel und Schnee, herumfliegende Bäume und Tiere sowie walzende Felsbrocken mit sich bringt, zusammen mit nicht enden wollenden Vulkanausbrüchen und Erbeben als Begleiterscheinung im Hintergrund. (...)

Wenn man über die oben beschriebene Katastrophe nachdenkt, beginnt man sich zwangsläufig irgendwann an die Große 'mythische' Sintflut zu erinnern: die 40 Tage Regen, dem Noah (laut der Bibel) gegenüberstand - eine Sintflut, die den Großteil der Menschheit auslöschte.
In Wirklichkeit ist die Bibel bei Weitem nicht die einzige Überlieferung, die von einer großen Sintflut berichtet. Der Forscher Douglas Eddinger fand heraus, dass von 500 Kulturen auf allen Kontinenten ca. 90% eine Überlieferung einer großen Sintflut enthalten.

Die Rolle, die Elektrizität (siehe das Elektrische Universum) bei diesen Wetter-Phänomenen gespielt hat, behandelt Pierre Lescaudron ausführlich in dem Buch "Erdveränderungen und die Mensch-Kosmos Verbindung".
 

Yogin

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Мгновенное замораживание воды Perhaps this happened as in the video. It is known that in the North of Russia there is a lot of clean and very cold spring water from artesian springs. Let's say there was a bombing or a meteorite fell (which caused a giant wave) and the earth instantly froze, the temperature immediately dropped ... Greetings from Russia!!!
 

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I don't know if anyone understands Russian. The author of this video concluded that the planet's Flood and Pole Shift occurred from the mid 18th century to the early 19th century. This can be seen on the globes during this time - the ecliptic of the annual passage of the Sun has changed. Links to globes from European museums in 3D under the video. Globes with Tartary. Когда был последний глобальный пот
 
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Hallo Yogin, danke für deinen Kommentar. Prinzipiell war mir der Effekt, der dort im Video gezeigt wird, schon bekannt. Ob sich das allerdings auf das katastrophale Ereignis übertragen lässt, das die Mammuts schockgefroren hat? Quellwasser kann zwar prinzipiell auf natürliche Weise Kohlensäure enthalten, aber die Frage ist, ob diese Mengen ausreichen, um einen solchen Effekt hervorzurufen. Herzliche Grüße
 

DenkMal

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Leider beherrsche ich die Sprache nicht. Schade eigentlich. Ich denke, es gäbe noch viele spannende Informationen, die es wert wären, aus dem Russischen übersetzt zu werden.
 
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