Tolkiens Mittelerde und Mythologie

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Tolkiens Mittelerde und Mythologie

J.R.R. Tolkien beschäftigte sich 20 Jahre lang mit einem imaginären Reich und produzierte eine endlose Anzahl an Manuskripten. Tausende von Manuskriptseiten, die seine Begegnung mit dem Imaginären dokumentieren. Er sah das Imaginäre als eine gegebene Sache. Als eine Realität, als eine unabhängige Wahrheit. Er hatte nicht das Gefühl, dass er etwas erfand. Er wiederholt dies immer wieder in seinen Briefen, in seinen privaten Gesprächen, dass seine Erfahrung des Imaginären eine Erfahrung einer Realität - einer Wahrheit - war.

Um die Zeit des Ersten Weltkriegs herum begann Tolkien ein Gespür für eine tiefere Realität zu haben, die ihn dazu aufforderte, sie zu erforschen. Irgendwann kamen Worte auf ihn zu. Er nannte sie "Geisterwörter". Er hörte elfische Worte. Worte in einer Sprache, die er noch nie zuvor gehört hatte. Die noch kein Mensch zuvor gehört hatte. Die Worte kamen nicht nur mit Lauten, sondern auch mit Bedeutung. Er begann, Aufzeichnungen über diese elfischen Worte zu führen und versuchte, dieses Vokabular zu erforschen. Die Worte kamen nicht einfach so. Mit den Wörtern kamen Geschichten. Mit den elfischen Sprachen kam auch eine Mythologie.

Dann, 1916, geht Tolkien zur Schlacht an der Somme, die vielleicht das schrecklichste Opfer des Ersten Weltkriegs war. Eine halbe Million Männer starben innerhalb von sechs Monaten bei der Schlacht an der Somme. Zwanzigtausend britische Soldaten starben am ersten Tag der Schlacht - allein am ersten Julitag des Jahres 1916. Unter den Männern, die an der Somme starben, waren zwei von Tolkiens besten Freunden. Er war während der gesamten Schlacht dort.

Der Punkt ist: Die Schriften, die Tolkien verfasst hat, sind unbekannt. Die Dinge, die er um die Zeit des Ersten Weltkriegs herum geschrieben hat - sein anfängliches Silmarillion, sagen wir, diese Anfangsgeschichten sind nicht gut bekannt. Es gibt eine große Anzahl von Dingen, die Tolkien geschrieben hat, die noch unveröffentlicht sind; Material, das mit seinen Visionen, seinen Elfengeschichten zu tun hat...

Tolkiens Silmarillion füllte wahrscheinlich zwei oder drei Aktenschränke. Nach Tolkiens Tod verfügte sein Verleger über zwei Meter gestapelte Kisten mit seinen Manuskripten des Silmarillion.

Tolkien durchlief (eine) erste Serie von Visionen. Es gab vielleicht drei oder vier entscheidende Mythen, die zu ihm kamen - entscheidende Geschichten. Geschichten, die sich auf den Ursprung des menschlichen Bewusstseins und auf den Ursprung des elfischen Bewusstseins bezogen.

Nachdem diese ersten drei oder vier Mythen zu ihm gekommen waren, erhielt er 1919 einen kosmogonischen Mythos - wie er ihn nennt. Eine Geschichte der Schöpfung. Eine Geschichte, die vor der Welt beginnt und die Geschichte der Weltschöpfung erzählt. Das ist relativ ungewöhnlich, und das sind die Dinge, die eigentlich die Grundlage der Religionen bilden. Kosmogonische Mythen - wie Götter Welten formen, wie Gottes Mächte mit menschlichen Mächten interagieren - sind in den meisten Fällen grundlegende Geschichten von Religionen. Tolkien erhielt einen solchen kosmogonischen Mythos in The Ainulindalë.

https://somathread.ning.com/groups/gnosticism/forum/gnostic-themes-in-lord-of-the-rings
 

DenkMal

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Gartz ist überzeugt, dass das Alte Rom „eines der Reiche Saurons“ war. Damit beginne eben „die Geschichte unserer Zeit“. Hierzu gehöre „auch die Errichtung unseres gegenwärtigen Geldsystems. Wir müssen uns Systemen unterordnen, die von egoistischen Kräften ausgenutzt werden.“

https://www.extremnews.com/berichte/vermischtes/bd4316ee48c86b3


‚Meine politischen Ideen tendieren mehr und mehr zur Anarchie oder zu einer „verfassungslosen“ Monarchie; Anarchie hier verstanden in einem philosophischen Sinne, also als die Abwesenheit von Herrschaft, nicht in dem Sinne, in dem manche bärtige Bombenleger sich als Anarchisten verstehen.
Ich würde jedermann verhaften lassen, der das Wort Staat benutzt, als handele es sich um etwas anderes als den unbelebten Bereich der Erdoberfläche, der England genannt wird, und die Leute, die auf diesem Flecken Erde leben, also einen Teil der Erdoberfläche, der als solcher weder über Macht noch über Rechte oder einen Verstand verfügt. Und nach der Verhaftung würde ich ihm die Möglichkeit geben, zu widerrufen. Falls er nicht widerriefe und widerspenstig weiter vom Staat [als wie von einem handelnden Wesen] redete, würde ich ihn exekutieren.
Wenn wir zurück zu persönlichen Namen gelangten, würde das viel Gutes bewirken. Regierung ist ein abstraktes Wort, das die Kunst und das Verfahren des Regierens meint, und es sollte als Straftat gelten, dieses Wort mit einem Großbuchstaben zu schreiben, als würde es sich auf eine Person beziehen. Wenn die Leute gewohnheitsmäßig von König Georg und seinen Ratgebern sprächen, von Winston und seiner Bande, würde das viel dazu beitragen, das Denken von Verklärung zu befreien, und es würde das schreckliche Abrutschen in den Kollektivismus [Theyocracy] bremsen.
Ein korrektes Studium der Menschheit hat sich mit nichts als Menschen zu befassen. Und die unpassendste Beschäftigung für jedweden Menschen, selbst für Heilige (die wenigstens eine solche Beschäftigung am allermeisten ablehnen müssten), ist es, andere Leute herumzukommandieren. Kein einziger unter Millionen ist hierzu geeignet, und am wenigsten diejenigen, die danach streben.'
J.R.R. Tolkien​

https://peacerequiresanarchy.wordpress.com/2012/09/21/the-letters-of-jrr-tolkien/
 

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Zum Silmarillion kann ich nichts sagen; die Geschichte um den Herrn der Ringe ist für mich zumindest z.T. ein Gleichnis der jüngeren Geschichte des Nachgeburtsrechtswesens. Der Ring ist der (Vor)Name, der in den Kirchenbüchern (Feuer des Schicksalsberges) geschmiedet wurde, und der uns durch unsere Identifikation mit ihm (geistig) gefangen hält. Wenn Frodo den Ring (den Vornamen) benutzt, so fällt er unter seines Gleichen nicht auf (wird unsichtbar), aber dafür wird er für die Mächte, denen der Vorname gehört (den eigentlichen Eigentümer des Ringes, Sauron, bzw. in den dt. Landen Standesamt, bzw. Steuerbehörden, Bußgeldstellen, etc.) sichtbar und kann von diesen heimgesucht werden. Wenn er den Ring (den Namen) wieder ablegt, ist er für die Mächte nicht erreichbar, und er wandelt wieder in der wahren Welt (ist in der wirklichen Welt aber leider weder prozeß- noch geschäftsfähig).

Die Vorgeschichte zum Herrn der Ringe, als der König der Menschen zusammen mit den Elben (die dies- und jenseits der Elbe leb(t)en?) Sauron (das Papsttum) zurückschlägt, der König der Menschen dann aber der Macht des Ringes selber erliegt und darüber Reich und Leben verliert, ist meines Erachtens ein Gleichnis der Gegebenheit zur Zeit der Gründung des (zweiten) Deutschen Reiches und dann im Weiteren die Umsetzung des Nachgeburtsrechtswesens am 1.Jan1900 in diesem Reich. Der König der Menschen (dt. Kaiser) erlag also der Macht des (päpstlichen) Vornamens und benutzte diese Macht für sich selber (neuen Geburtseinträge und in Kraft treten des BGB am 1.Jan1900), nachdem er die päpstlichen Mächte zurückgeschlagen hatte (sog. "dt. Einigungskriege"), worüber er Reich und Leben verlor (siehe Folgen des 1. Weltkrieges).

Könnte in der Folge der große Kampf vor der weißen Stadt die C o r o n a -Saga sein? Könnte es passieren, daß ein unscheinbarer, bescheidener Geist (Frodo/Sam) dazu in der Lage ist, den päpstliche Namen, das Nachgeburtsrechtswesen schließlich in dem Feuer des Schicksalsberges zu zerstören und einem Rechtswesen wieder zur Wirkung zu verhelfen, das "sich auf die natürliche Freyheit [des Menschen gründet], sein eignes Wohl, ohne Kränkung der Rechte eines Andern, suchen und befördern zu können" (§82 EG ALR)?
 
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