Widersprüche in der islamischen Geschichtsschreibung

DenkMal

Moderator
Teammitglied
Mitglied seit
10.12.2020
Beiträge
78
Punkte für Reaktionen
57
photo_2021-01-28_10-56-39.jpg

Hier gehts zur virtuellen 3D-Tour durch die Stadt Petra

Bis zum Jahr 724 n. Chr. waren alle Moscheen auf die Stadt Petra in Jordanien ausgerichtet und nicht nach Jerusalem oder Mekka. Fehler bei den Berechnungen der Erbauer oder moderne Messfehler können ausgeschlossen werden, da diese Fehler zu groß und zu systematisch wären. Dass einige ältere Moscheen nicht auf Mekka ausgerichtet waren, war 1977 auch schon Crone und Cook aufgefallen.[3] https://de.m.wikipedia.org/wiki/Dan_Gibson

"Die Stadt Mekka passt nicht zu den Beschreibungen von Mekka in Koran und islamischer Geschichtsschreibung, und Mekka lag damals auch auf keiner Handelsroute, wie die Historikerin Patricia Crone bereits 1987 herausfand. In Mekka gibt es zudem keinen archäologischen Befund aus dem siebten Jahrhundert. Ebenso zeigt eine archäobotanische Untersuchung, dass in Mekka niemals jene Pflanzen wuchsen, von denen der Koran für Mekka berichtet.
Die Stadt Petra in Jordanien passt hingegen in einer Fülle von Details perfekt zu den Beschreibungen in Koran und islamischer Geschichtsschreibung und war auch das Zentrum der arabischen Pilgerfahrt unmittelbar vor der Begründung des Islams."


In seinem ausgezeichneten und zum Nachdenken anregenden Vortrag mit dem Titel "An Historical Critique of Islam's Beginnings" (Eine historische Kritik zur Entstehung des Islams) weist Jay Smith auf eine faszinierende Tatsache hin:

Bis 624 n. Chr. hätten alle Moscheen nach Mekka ausgerichtet gewesen sein müssen. Und doch dauerte es 200 Jahre, bis der Islam es endlich schaffte, für eine einheitliche Gebetsrichtung (Richtung Mekka) zu sorgen.

200 Jahre!

Hier stimmt offensichtlich etwas nicht. Die historischen Fakten stimmen nicht mit den islamischen Quellen überein. Das ist der Grund, warum Gelehrte heute die Gründe dafür untersuchen.

IMG_0308.PNG

Die Qibla bedeutet wörtlich "Richtung" und bezeichnet im Islam die Richtung, in der ein Muslim beten muss.

Die klassische islamische Geschichte erzählt uns, dass Mohammed die Muslime zunächst lehrte, in Richtung Jerusalem zu beten, dann aber angeblich eine Offenbarung von Allah erhielt, die die Gebetsrichtung stattdessen nach Mekka änderte. Diese Änderung soll im Jahr 624 n. Chr. vorgenommen worden sein.

IMG_0309.PNG

Die blauen Pfeile in dieser Karte zeigen, wohin die Qiblas in den frühesten Tagen des Islams zeigten, oder um die 620-630er Jahre, kurz vor dem Tod von Mohammed. Wie man sieht, zeigen sie nicht nach Jerusalem oder Mekka, sondern nach Petra.

In vielen verschiedenen Moscheen zeigt die Qibla in Richtung Petra:

In der Humeima-Moschee (Jordanien),
der großen Moschee von Ba'albek (Libanon),
der großen Moschee von Sana'a (erbaut 705 n. Chr., Jemen),
Al-Aqsa-Moschee (erbaut 709 n. Chr., Jerusalem),
Damaskus-Moschee (erbaut 709 n. Chr., Syrien),
Anjar-Moschee (erbaut 714 n. Chr., Beirut) oder der
Umar-Moschee (erbaut 720 n. Chr., Syrien).

Im Jahr 727 n. Chr. wurde schließlich in Banbhore, Pakistan, eine Moschee gebaut, deren Qibla nach Mekka zeigt. Ganze 103 Jahre nach Mohammed´s angeblicher Offenbarung, die die Richtung von Jerusalem nach Mekka geändert haben soll. Und trotzdem wurde etwa ein Jahr später die al-Sharqi-Moschee in Syrien gebaut, die immer noch nach Petra zeigt. Genauso wie die Mushatte-Moschee in Amman, die 743 n. Chr. erbaut worden sein soll.

Und jetzt kommt noch etwas Erstaunliches:

Die Ribat-Festung in Tunesien, die 770 erbaut worden sein soll, zeigte weder nach Petra noch nach Mekka. Genauso wie die Moschee in Cordoba in Spanien, (784 n. Chr.) und die Große Moschee von Kairouan (817 n. Chr.).

IMG_0330.PNG

Schlussfolgerung:
Alle Quiblas waren bis 725 n. Chr. in Richtung Petra ausgerichtet
Die Quibla wurde erst 822 n.Chr. in Richtung Mekka verschoben
Fast 200 Jahre zu spät!

Es gibt in den islamischen Quellen keine Erklärung dafür, warum die ursprüngliche Qibla nach Petra ausgerichtet war, und auch keine Erklärung dafür, warum es in Mekka kein Tal gibt, keinen Bach, keine Felder, keine Bäume, kein Wiesen, keinen Lehm und keine Salzsäule.

Es wird auch die Frage aufgeworfen, warum der Koran von Trauben und Oliven und anderen Früchten in Mekka berichtet, wo außer Datteln nichts wächst. Auf der anderen Seite stellt Jay Smith fest, dass...


IMG_0331.PNG

...Petra eine üppige Vegetation zu bieten hat:
Liegt in einem Tal
neben einem angrenzenden Tal
einem Bach
mit Feldern, Bäumen, Wiesen
Schlamm, Lehm
Oliven-Bäumen
in der Nähe der Salzsäule
(...)
Könnte Petra also der Ort sein, auf den sich der Koran und die Überlieferungen beziehen?

Es lässt sich jedenfalls einfach nicht bestätigen, was Muslime der Welt seit Jahrhunderten erzählen. Quelle

Weiterführende Videos und Informationen:

"Auf der Suche nach dem verschwundenen Mekka" - Debatte zwischen dem Pfander-Team & Mansur Ahmed

"Eine historische Kritik zu den Anfängen des Islam"

Dan Gibsons Video und seine Website:

Die Heilige Stadt

Die Qibla-Frage

Jerusalem oder Petra?

Warum Petra alle Kriterien für die erste heilige Stadt des Islam erfüllt (es hat auch ein Bekaa-Tal!):
http://searchformecca.com/PetraProofs.html

Massives neues Monument in Petra gefunden
http://news.nationalgeographic.com/...petra-ancient-city-discovery-jordan-monument/
 

Anhänge

  • When Did the Qibla Change.pdf
    512,5 KB · Aufrufe: 50

Petra

Mitglied
Mitglied seit
17.01.2021
Beiträge
12
Punkte für Reaktionen
11
Auf alten Landkarten von 1560 a.D. sind über ganz Afrika ja noch die zahlreichen Flüsse, Seen, größere Städte und Ansiedelungen zu finden, die auf Karten ab 1690 komplett fehlen.
Während man auf den alten Karten eine blühende, grüne tropische überreiche Landschaft bestaunt(während gleichzeitig die Pyramiden noch keine Erwähnung finden!!), sind die späteren Karten ...leer! Plötzlich gibt es Wüsten und totes Land!
Alles was die vermeintlichen Schlussfolgerungen der offiziellen Archäologie angeht, sollte vor diesem Hintergrund neu bewertet werden!
So auch die neuen Funde in Meggido , wo in Zahnbelag Spuren von Soja, Sesam und Bananen nachgewiesen wurden. Sofort wird über Handelsrouten gesprochen, die damit bewiesen seien...
Davon abgesehen, dass Bananen unmöglich in Wärme länger als 1 Woche transportiert werden können, ist die näherliegende Erklärung: Es wuchs eben genau da!!!
In sofern sollten wir auch den Arabischen Raum nicht aus unserer heutigen Idee von Wüste betrachten, sondern weltweit die Möglichkeit von blühenden und fruchtbaren Landschaften, die den Menschen ein mehr als nur auskömmliches Dasein ermöglichten , zulassen!
Trotzdem ist der Zuordnung von "biblischen Orten" meiner Meinung nach GRUNDSÄTZLICH mit Mistrauen zu begegnen. Also PETRA als einen VOR-BIBLISCHEN, enorm wichtigen Platz genauer zu betrachten ist sicher eine heiße Spur!!!
 

DenkMal

Moderator
Teammitglied
Mitglied seit
10.12.2020
Beiträge
78
Punkte für Reaktionen
57
Hallo Petra,

ja da hast du vollkommen recht. Die heutige Gegend um Mekka muss früher nicht zwangsläufig genauso trist ausgesehen haben. Trotzdem enorm spannend zu sehen, wie wenig wir eigentlich über die Vergangenheit wissen - nicht nur über den Islam.
 

DenkMal

Moderator
Teammitglied
Mitglied seit
10.12.2020
Beiträge
78
Punkte für Reaktionen
57
Apropos, ich bin vor kurzem über einen anderen spannenden Forumsbeitrag gestolpert, den ich hier gerne mit euch teilen möchte. Kurz gesagt, geht es darum, dass wir über die islamische Geschichtsschreibung erstaunlich wenig wissen, genau genommen gibt es wohl gar keine islamische Geschichtsschreibung - zumindest wenn wir weiter zurück gehen, als einige hundert Jahre.

Viel Spaß beim Lesen:

Die sehr berechtigte Frage ist aufgeworfen worden, wieso die islamische Geschichtschreibung so gut mit der christlichen übereinstimmt, und ob eine gross angelegte Fälschungsaktion tatsächlich über die religiösen und sprachlichen Grenzen hinweg hätte koordiniert werden können. Das ist tatsächlich sehr unwahrscheinlich.
Aber stimmt die islamische Geschichtschreibung wirklich mit der christlichen überein?
Sie werden überrascht sein: es gibt keine islamische Geschichtsschreibung.
Das ist jetzt natürlich übertrieben und grob vereinfacht. Ich meine: es gibt so wenige halbwegs vertrauenswürdige arabische Chronisten über die Zeit vor 1400 AD, dass man daraus kein irgendwie definiertes chronologisches Gerüst ableiten kann. Ich zeige das mal an dem eigentlich einfachsten Beispiel, der Eroberung Spaniens im –konventionell – 8. Jh AD.
Spanien müsste besonders gut belegt sein, da es dort schon eine schriftkundige Kultur gab, die auch weiterhin existierte (die Goten wurden nicht ausgerottet, die Klöster bestanden weiter), da die islamische Kultur dort sehr bald zu hoher Blüte gelangte, und sogar den gesamten Rest des islamischen Kulturbereiches überflügelte, und weil dort im 12-13 Jh auch unter Christen die arabische Kultur in hohen Ehren stand, so dass man sehr viel arabische (islamische und jüdische) Autoren las und übersetzte, abschrieb usw. Es muss sich also eine Menge erhalten haben.
Die islamische “Eroberung” Spaniens (ich neige heute dazu, ‘Mission’ zu sagen) ist von christlicher Seite aus durch lateinische Kloster-Chroniken überliefert. Und von arabischer Seite aus?
Ein ganz offizielles spanisches Werk (Luis G. de Valdeavellano, Historia de España, 1952), sagt folgendes: "Es gibt keine einzige vetrauenswürdige arabische Chronik, die direkt die Eroberung Al-Andalus‘ (Spaniens) berichtet, alle sind sehr viel später geschrieben". Und zwar Ende des 10-Anfang 11 Jh. Was nicht schlecht wäre... aber auch da gibt es nur drei wichtige Werke. Das erste ist Achbar Madschmu‘a (Gesammelte Nachrichten): eine Sammlung verschiedenster Legenden aus dem Rif (Nordmarokko), die um 1007 AD von einem ‘Folkloreforscher‘ auf arabisch niedergeschrieben wurden; manche beziehen sich auf die Eroberung Spaniens, oft vermischt mit ägyptischen Legenden... jedenfalls nichts sehr vertrauenswürdiges.
Die zweite Quelle, von Ibn Alcotiya ("Sohn des Goten") berichtet zwar über das islamische Spanien, aber weiss nichts vom Gotenreich zu berichten, dessen Nachfahre der Autor doch sein soll... schon eigenartig. Denn die Schlachten gegen die Goten sind ja gerade der Kernpunkt der “Eroberung”.
Das dritte Werk, das des Ahmed Razi Al-Tarichi (Razi der Historiker), das so ziemlich die Grundlage für unsere Kenntnisse der arabischen Eroberung Spaniens bildet... das ist verlorengegangen, aber der arabische Text wurde "im 14. oder 15 Jh AD" von einem ungebildeten Moslem auf portugiesisch (sozusagen simultanübersetzend) einem Priester namens Gil Perez vorgelesen, der kein arabisch konnte, aber nach Gehör auf spanisch den Text niederschrieb... so die offizielle Überlieferungsgeschichte. Nun streiten sich die Wissenschaftler, wieviel davon wohl echt sein könnte... aber Tatsache bleibt: es handelt sich um ein spanisches (christliches) Manuskript aus dem 15 Jahrhundert.
Entnommen habe ich den Beitrag aus dem Einsteiger-Forum von: https://412096.forumromanum.com/mem...mainid=1100080960&USER=user_412096&threadid=4
 

DenkMal

Moderator
Teammitglied
Mitglied seit
10.12.2020
Beiträge
78
Punkte für Reaktionen
57
Die sehr berechtigte Frage ist aufgeworfen worden, wieso die islamische Geschichtschreibung so gut mit der christlichen übereinstimmt, und ob eine gross angelegte Fälschungsaktion tatsächlich über die religiösen und sprachlichen Grenzen hinweg hätte koordiniert werden können. Das ist tatsächlich sehr unwahrscheinlich.

Allerdings lassen sich zu diesem Einwand berechtigte Zweifel vorbringen. Es ist sehr wohl möglich, über religiöse und sprachliche Grenzen hinweg eine Fälschungsaktion zu koordinieren, wie es sich anhand der Geschichte Chinas eindeutig belegen lässt.

Die Jesuiten haben es tatsächlich fertiggebracht, die Kalender und Chroniken Chinas neu anzuordnen! 170 Jahre lang hatten sie wohl die Leitung des kaiserlichen astronomischen Büros inne und konnten die chinesische Chronologie mit der abendländischen abgleichen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
 

DenkMal

Moderator
Teammitglied
Mitglied seit
10.12.2020
Beiträge
78
Punkte für Reaktionen
57
In "Die große Aktion" schreibt Uwe Topper:

"Ich selbst habe mich seit mehreren Jahren immer wieder bemüht, historische Konkordanzen der fraglichen mittelalterlichen Zeit (also bis ca. 1100) zwischen arabischen und westeuropäischer Literatur zu entdecken. Deshalb befragte ich Mathematik-Historiker, Byzantinisten, Araber selbst usw. und hörte stets, dass detaillierte Kenntnisse über westeuropäisch-geschichtliche Personen oder Vorgänge in der morgenländischen Literatur unbekannt seien. Noch zur Zeit der beginnenden Kreuzzüge werden die Bewohner des Abendlandes durch byzantinische Schriftsteller Kelten oder Skythen, später Franken genannt. Und das wars dann schon."
 

Sperrling

Mitglied
Mitglied seit
27.06.2021
Beiträge
6
Punkte für Reaktionen
12
Ich weiß über den Islam so gut wie nichts; stimmt es, daß seine Schriften wohl zu einem guten Teil auf die Bibel, genauer auf das AT zurückgehen sollen?
Da ich davon ausgehe, daß ein Großteil des AT auf das 14./15. Jhd. zurückgeht, wurde dann wohl auch der Islam erst in dieser Zeit "erfunden", was sich mit den angegebenen ersten Hinweisen auf "Islamische Geschichte" vor gut 500 Jahren zu decken scheint.

Wie ich in meinen bisherigen Beiträgen schon anklingen ließ, macht für mich die Geschichte der - vermutlich - letzten etwa 800-1000 Jahre (und damit wohl die Zeitspanne, die uns überhaupt zumindest in einem - im besten Fall - Zerrbild überliefert ist) mehr Sinn, wenn man sie im Kontext der Umsetzung eines Rechtswesens betrachtet, das wohl vom Papsttum betrieben wurde und die Nachgeburt eines Menschen adressiert.
Dabei sollte meiner Ansicht nach in Betracht gezogen werden, daß der religiöse Charakter, der heute mit Papst, Kirche und dergleichen in Verbindung gebracht wird, nicht unbedingt schon damals mit diesen "Einrichtungen" verbunden wurde - oder wenn, dann vielleicht nur vom "gemeinen Volk" [inwiefern die damaligen Autoritäten und wir(?) "anderen" vom selben "Stamme" waren, darüber wurde hier ja auch schon öfter spekuliert...]?

Für mich ist es kein Zufall, daß die Ereignisse der Vertreibung der letzten "Araber/Muslime" aus Spanien, die Vertreibung der "Juden" durch das Alhambra-Edikt und die "Entdeckung" Amerikas alle in den selben Zeitraum fallen.
Diese "Muslime" und "Juden" sind für mich Bevölkerungsgruppen, die sich damals das althergebrachte Rechtswesen erhalten wollten, d.h. für mich: sie waren alle "eines Glaubens", wenn man so will. Die unterschiedlichen Strömungen Judentum/Christentum/Islam wurden vielleicht eher nachträglich/zeitgleich "gestaltet", um ein Potential für Zwitracht zu legen.
Und die "Entdeckung" Amerikas war vielleicht nur der Beginn der "Christianisierung" der Bevölkerung auf dem amerikanischen Kontinent, die ersten Ansätze, das Nachgeburtsrechtswesen auf dem amerikanischen Kontinent zu etablieren?

Für mich gab es tatsächlich eine "Große Aktion" - aber nicht (nur) im Sinne Kammeiers und Toppers, sondern (auch) im Sinne einer konzertierten Aktion, um das Nachgeburtsrechtswesen weiter zu verbreiten.

Auch das sog. "Osmanische Reich" (OR) war für mich, ähnlich wie das sog. "Heilige Römische Reich" (HRR), ein Gebiet, in dem dieses alte Rechtswesen noch gepflegt wurde und ich vermute, daß die Könige des HRR eher mit dem OR zusammen gegen die Bestrebungen des Papsttums vorgingen, als daß das HRR gemeinsam mit dem Papsttum gegen das OR vorgegangen wäre - die Osmanen standen also vermutlich nicht zur Belagerung von Wien auf dem Boden des HRR? Auch das sog. Reich "Tartarien" steht für mich in diesem Zusammenhang - Womit das HRR und das OR die Speerspitzen Tartariens gegen das vordringende päpstliche Rechtswesen gewesen sein könnten.

Wie kommen die Datierungen der Moscheen zustande? Wurden diese Bauten erst später zu Moscheen, zu Gebetshäusern, nachdem der "Satan" (zitiert nach Johannes' Offenbarung) seine Absichten im nahen Osten umgesetzt hatte?

Die Islamische Geschichte gleicht meiner Ansicht nach der europäischen in mindestens einem Punkt: Wir wissen einfach nicht, was vor dem - vielleicht - 12./13.Jhd. war. Das, was aus der Bibel zum sog. "nahen Osten" abgeleitet wird, scheint sich auf die Historie Europas zu beziehen, ist also eine Art Beschreibung der europäischen Historie, nur mit veränderten Orts- und Personennamen. Kann es sein, daß der nahe Osten erst im Nachhinein das "Bühnenbild" erhielt, um dort die in der Bibel beschriebenen Vorkommnisse vor einem geschichtsgauklerischen Auge stattfinden lassen zu können?
Wikipedia schreibt: "Nach 1535 ließ Sultan Süleyman I. (1496–1566) die Befestigungen der Stadt [Jerusalem] in zum Teil veränderter Linie erneut errichten" - wurde Jerusalem vielleicht da erst gegründet?
Ich verweise auch auf die Hypothese, daß napoleonische Truppen am Bau der Pyramiden von Ghize zumindest beteiligt waren - und vielleicht noch vieles mehr gebaut haben?

Während für (Süd-)Europa eine Vorchristliche Geschichte wohl darüber geschaffen wurde, die historischen Ereignisse in ein frühes römisches Reich zu spiegeln (bzw. die nördlichen Teile mehr oder weniger noch der Steinzeit zugerechnet wurden - ich übertreibe), um größere Zeiträume erscheinen zu lassen, wurde dem nahen Osten über die Bibelgeschichten eine vorchristliche Geschichte übergestülpt, die aber meines Erachtens auch wieder auf die Ereignisse der europäische Historie zurückgeht (allerdings vielleicht nur des 14./15. Jhd. vielleicht teilweise auch jünger). Die beiden Erzählstränge liefen dann in einem nachchristlichen römischen Reich zusammen, das dann in ein Mittelalter mündete, allerdings immer mit den Ereignissen im Europa des (vermutlich) 13.-17. Jhd. in unterschiedlichen Variationen. Und auch für China scheint ebenfalls die europäische Historie verarbeitet worden zu sein - wie von "DenkMal" angedeutet vielleicht über europäische "MIssionare" untergeschoben -, dann aber in einem fernöstlichen Gewand, sowie auch für ein russisches Reich, wie die von Anatoly Fomenko gefundenen Parallelen zwischen den Herrschaftsdaten der russischen Zaren und der Kaiser des HRR vor dem 17.Jhd. andeuten (Fomenko zeigt noch viele andere Parallelen auf, die mein hier dargestelltes Bild der Umstände zu stützen scheinen).

So gesehen sind vielleicht einzig die historischen Ereignisse im Europa und nahen Osten des 13. und 17. Jhd. überliefert - und dann weltweit für die jüngeren Zeiten - allerdings immer in unterschiedlichen Gewändern und "Anpassungen" (bzw. die jüngeren Zeiten auch mit entsprechenden "Anpassungen", "Auslassungen" und "Korrekturen" - wie es eben dem Ziel des Ganzen dienlich war und ist).
Kennt sich jemand mit vermeintlich amerikanscher Geschichte besser aus? Ob es da auch Parallelen zum selben Zeitraum und zu den Ereignissen in Europa gibt? Oder hat man das "amerikanische Problem" einfach mit der "Entdeckung" gelöst und war damit frei, für die Zeit davor zu erfinden, was einem gerade so einfiel, ohne die europäischen Ereignisse mehrfach verwenden zu müssen?

Daß die Verwüstung im arabischen Raum - wortwörtlich - erst im 17. Jhd. stattgefunden haben könnte, wie Petra anmerkt, scheint mir auch kein Zufall wenn man davon ausgeht, daß sich dort eben, wie schon beschrieben, nach der "Christianisierung" Spaniens noch Gemeinschaften befanden, die sich das ursprüngliche Rechtswesen bewahren wollten - Osmanen eben. In wieweit hängt das mit den überlieferten Kriegshandlungen in Europa zusammen (80-, 30-jähriger Krieg usw.)? Könnte die Beseitigung dieser Gemeinschaften in den Erzählungen um einen Kampf der Römer gegen ein Reich Karthago einen Spiegel gefunden haben? Wobei mir die sog. Punischen Kriege - wie schon anderswo angemerkt - zumindest zum Teil auf die Italienkriege des 16. Jhd. (bzw. scheinbar beginnend im ausgehenden 15.Jhd.) zurückzugehen scheinen.

Unsere Geschichte beginnt meiner Einschätzung nach im 13., vielleicht 12. Jhd.
Und nicht vorher, eher ein paar Jhd. später, gab es demnach dann auch etwas, daß wir im heutigen Sinne einen Islam nennen können; ebenso wie ein Christen- und ein Judentum. Seht die Welt durch die Brille des Rechtswesens, und das wahre Bild der historischen Ereignisse wird vielleicht ein wenig klarer.
 
Tips
Tips
Bitte respektiere unsere Forenregeln
Ähnliche Threads
Thread starter Titel Forum Antworten Datum
Chnopfloch Die Verlorene Geschichte der Flachen Erde (Ewar) Allgemein 25
stolenhistory Erfundene Geschichte Teil 2 - Die Zerstörung der alten Welt Doku-Serie Erfundene Geschichte 5
freygeist Die Entwicklung der Architektur und die vier Weltzeitalter Architektur 3
traumzeit Die Erfindung der Sumerer Archäologie und Evolution 0
traumzeit Die Altgläubigen in Russland und die Zeit der Wirren Kriege, Umstürze, Revolutionen 4
traumzeit Gedächtnisfragmente: Der Zauberer von Oz Mythen, Legenden, Märchen 0
freygeist Adam Weishaupt - Architekt der Zerstörung Kriege, Umstürze, Revolutionen 0
traumzeit Der geheime Krieg gegen das Deutsche Volk (Teil 5) Allgemein 1
traumzeit Leid und Vertreibung der Deutschen im 2. Weltkrieg Kriege, Umstürze, Revolutionen 0
traumzeit "Im Inneren des "Tartarischen Reiches", dem QAnon der Architektur" (Bloomberg-Artikel) Mediale Rezeption 0
traumzeit Der größte Betrug der Geschichte: Dschingis Khan hat nie gelebt Kriege, Umstürze, Revolutionen 0
traumzeit Die Tempelritter und der Cañon del Rio Lobos Geheimgesellschaften und -Organisationen 0
traumzeit Die Eliminierung der Überlebenden der alten Welt durch russische "Atomtests" Kataklysmen und Naturkatastrophen 0
traumzeit Der geheime Krieg gegen das Deutsche Volk (Teil 4) Allgemein 2
DenkMal Das Mysterium der wunderschönen alten Gebäude Architektur 4
DenkMal Der verlorene Schlüssel Technologie 3
traumzeit Andreas Tschurilow - Nicht der letzte Tag von Pompeji Kataklysmen und Naturkatastrophen 7
DenkMal Technologie der Götter - eine alternative Geschichte der Landwirtschaft Technologie 1
DenkMal Der PK Man, paranormale Fähigkeiten und seltsame Verstrickungen UFOs und unerklärliche Phänomene 0
DenkMal Der schwarze Tod und eine Menge offene Fragen Hungersnöte, Epidemien 2
traumzeit Coronavirus: Der nächste Reset? Off-Topic 8
DenkMal Gab es eine Sintflut? Und was hat der saure Regen damit zu tun? Kataklysmen und Naturkatastrophen 7
traumzeit Der geheime Krieg gegen das Deutsche Volk (Teil 3) Allgemein 2
traumzeit Der geheime Krieg gegen das Deutsche Volk (Teil 2) Allgemein 0
traumzeit Der Geheime Krieg gegen das Deutsche Volk (Teil 1) Allgemein 0

Ähnliche Threads

Oben